Mahret und Kathrin von TWO FOR FASHION haben aufgerufen, ich schreibe mit.
Ich fahre lieber Zug, als in den Flieger zu steigen. Ich habe kein Auto, sondern nehme das Fahrrad. Meine Lebensmittel bringt mir ein netter Ökobauer aus der Region. Mein Strom ist von Greenpeace, mit dem Rest gehe ich sparsam um. Putz- und Waschmittel sind öko. Meine Kosmetik auch. Sogar meine Tampons sind total i.O. Und 90% des Kleiderschranks sowieso. Denn ich kaufe fast alles gebraucht. eBay, Flohmarkt und second hand sind mir die liebsten, schönsten und ergiebigsten Einkaufsparadiese. Ich stelle es irgendwie ungern fest, aber es muss wohl stimmen: ich bin das, was man als LOHAS bezeichnet. Und somit wohl auf dem rechten Pfad.
Irgendwie.
Denn eines beschäftigt mich immer wieder. Wie verhält es sich mit Vintage Pelz? Da scheiden sich die Geister. Geht das? Kann man das machen? Wenn er second hand ist? Wenn er nicht extra für’s Heute, Hier und Jetzt "produziert" worden ist? Ist es verwerflich, das Tier mit Respekt hin und wieder auszuführen – anstatt es in der Tonne zu wissen?
Ich weiß es auch nicht. Muss an dieser Stelle aber gestehen, dass es meinem Gewissen nicht schlechter damit geht, einen Mantel aus den 70ern mit Fellbesatz zu tragen... Als beispielsweise eine Jeans oder ein Shirt bei einer der vielen Bekleidungsketten zu kaufen, die unter halbwegs ausbeuterischen Bedingungen – für Mensch UND Umwelt – in Bangladesh und Co. produziert worden sind.
Bekomme ich dafür einen Farbbeutel ab, Protestbriefe, sollte ich mich schämen? Oder ist das genauso vertretbar? Was meint ihr?