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Mittwoch, 11. November 2009

DDR vs. Mode.



Zu DDR-Zeiten wurde aus Mangel Erfindungsreichtum. DIY gehörte im Alltag dazu. Ich kenn's noch. Mein Opa hatte eine richtige kleine Werkstatt, in der jedes Gummi-Nüpselchen, jedes Schräubchen und anderer Krimskrams gesammelt und akribisch archiviert wurde – auf dass er später und an anderer Stelle wieder einem praktischen Zweck zugeführt werde.

Nun. Selbstverständlich war Improvisieren auch in Sachen Mode an der Tagesordnung. Es wurde viel selbst genäht, um aus der uniformen Menge wenigstens ein bisschen herauszustechen. Und selbst meine West-Peggy, nicht Barbie, trug Selbstgenähtes, schlief in einem eigens gezimmerten Doppelstockbettchen und hatte sogar ein sehr rustikales Sofa mit bezogener Styroporpolsterung.

Sozialistische Modefotografie fand dank der stark begrenzten Möglichkeiten – schließlich fehlte es vor allem am des Herzeigens werten Hauptbestandteil dieser – natürlich eher im kleinen, laienhaften Rahmen statt. Trotzdem haben viele der Resultate aus heutiger Sicht doch gerade aufgrund der Improvisation an allen Ecken und Enden und der daraus resultierenden Natürlichkeit unendlich viel Charmantes. Oder findet ihr Gabi, Gisela und Anja (fotografiert von Günter Rössler), die Hobby-Fotomodelle, etwa nicht reizend?

Fashion photography from the former GDR.




Images via

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