

Kein Meer weit und breit. Aber das Münchner Eis schmilzt unaufhörlich. Vielleicht reicht es wenigstens für eine "MS Dotti" aus Papier.



Meine Kleider werden nicht weniger – obwohl ich damit seit drei Monaten fleißig um mich werfe. Wer noch nicht genug von -70%, -50% und Co. hat, kann ja hier auch noch mal mein abgetragenes Zeug angucken.
Kleider, Kleider, Kleider.






So ein luftiges Dress bei -10°C Außentemperatur? Aber ja. Denn ich bin heute den ganzen Tag treppauf und treppab gelaufen, habe gewaschen, dampfgebügelt, sortiert und gewurschtelt. Das Gefühl, das sich schnell einstellte (tropisch, +35°C – mindestens!) rechtfertigt ein leichtes Flatterkleidchen. Und der Umstand, dass es sowieso wie eine Kittelschürze anmutet, auch.

Ich muss mich noch immer zwicken ob der Tatsache, dass ich mittlerweile da wohne, wo ich früher Urlaub gemacht hätte. Das schnöde Berliner Umland (abgesehen von, naja, vielleicht der Uckermark) konnte mich an Wochenenden nie so verzücken, wie heute zum Beispiel der Tegernsee. Eine halbe Stunde Autofahrt – pah. In der Heimat wäre man da noch nicht mal im "herzallerliebsten" Königs Wusterhausen.




Seit Jahren habe ich einen Dauerbrenner auf meiner Shoppingliste, der viele meiner Mäntel und Jacken aufgrund von 3/4-Armlänge erst tragbar werden lässt: lange Lederhandschuhe. Klar, dass es in München nur eine Adresse für eben solche gibt – und das seit 1839: Roeckl. Eine liebenswert grantelnde Dame verhalf mir zu einem schönen, schnörkellosen Paar. Aber die hier hätte ich am liebsten auch alle eintüten lassen.
Außen butterweich, innen seidig.
Eigentlich wollte ich nur flugs zur Bank. Doch Sonnenschein und Wald hinter dem Haus riefen dermaßen doll, dass ich nicht anders konnte. Aus zehn Minuten wurden schnell 1,5 Stunden in den Tiefen des Grünwlader Forstes – denn Mantel und Thermostiefel hielten mich bei -10°C quietschfidel. Dank ausgezeichnetem Orientierungssinn verlief ich mich nur fast. Und hätte meinen Hänsel deshalb auch nur fast bitten müssen, mich mit zeitgemäßen Brotkrumen – per Telefon und GPS vom Büro aus – aus dem Wald rauszulotsen.











