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Donnerstag, 22. Juli 2010

Dotti presents // Holly.


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Wenn ich den Namen Holly höre, denke ich an Holly. Die einzig wahre Holly nämlich: Holly Golightly. Und an keine andere dachten Claudia Winkler und Christian Breil, als sie ihre gemeinsame Butike 2002 auf den beschwingten, wohlklingenden und mit viel 50ies-Charme behafteten Namen Holly tauften.

Ich muss nach meinem jüngst erfolgten Holly-Besuch unbedingt ein paar Worte zum Laden verlieren und euch mit zahlreichen Impressionen beschießen. Nicht nur, weil ich geschlagene zwei Jahre ein Klingelschild in der selben Berliner Adresse besaß, jedoch nie einen Fuß hineinsetzte und nun einiges wieder gut zu machen habe. Sondern auch und ganz einfach, weil  Frau und Herr von Welt bei Holly das Herz aufgeht. Und das bereits beim Spähen durch die liebevoll und stets motto-esk gestalte Auslage. Da prangt schon einmal ein erschreckend direktes "Trau dich doch du Eierloch" oder "Geiz macht hässlich" auf dem großformatigen Fenster. Um aber von ausgesuchten Stücken aus dem Sortiment und viel Fingergefühl in der Deko wieder aufgefangen und mit einem koketten Augenaufschlag versehen zu werden.

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Beim Befühlen der Stoffe, die in den Regalen hängen und liegen, beim Erblicken der fröhlichen Farben, die sie tragen und beim Begutachten der hübschen Schnitte, mit denen sie versehen worden, geht's gleich weiter, das Wonnegefühl.

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Die größten Glücksmomente beschert mir jedoch die wohl erlesenste Ladeneinrichtung die ich kenne. Und eine dazugehörige detailvollendete Deko. Kein Eckchen des Geschäfts wurde vernachlässigt oder besticht weniger als ein anderes. Tolle Originale aus meinen Lieblings-Dekaden, wie etwa die riesige geschwungene Glasvitrine oder wunderhübsche Lounge-Sesselchen machen mich im ebenerdigen Bereich ganz Karussel. Im Untergeschoss wartet eine tolle Bar und einiges an Getier auf die lieben Herren, die idealerweise und aus Rücksichtnahme des schönen Gesamtbildes bitte und gerne Hosenträger, Schiebermützen und samtene Pyjamahosen tragen.

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Die liebe Anne tut ganz recht darin, etliche ihrer Frollein von Sofa-Schätze bei Holly zu präsentieren und auch an die Frau zu bringen. Nicht nur, weil sie sich selbst ganz entzückend einfügt ins Interieur. Sondern auch, weil mir ein anderer, dafür etwa besser geeigneter Ort in Berlin einfach nicht einfallen will.

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Wer Anne, ihren Woody und tausend schöne Dinge mal vis-à-vis erleben möchte – das geht montags bis freitags von 12 bis 20 Uhr und samstags zwischen 12 und 6, in der Alten Schönhauser Str. 4 am Rosa-Luxemburg-Platz.


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Donnerstag, 15. Juli 2010

Dotti auf der MBFWB // Lena Hoschek.


LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010

Am vergangenen Mittwoch besuchte ich gemeinsam mit dem sehr lieb gewonnenen Frollein von Sofa Lena Hoscheks Präsentation der 2011er Frühjahr/Sommer-Kollektion. Dank Anne war's ein Fest. In allen anderen Belangen ließ mich der Ausflug an den Bebelplatz jedoch mit gemischten Gefühlen zurück.

Warum, ist schnell erzählt. Nämlich: generell halte ich von schöner weiblicher Mode sehr viel. Von Effekthascherei hingegen weniger. Und beides gab es bei Lena H. in etwa gleichgroßen Portionen, verarbeitet in einer Art "Lieb vs. Oh-so-böse"-Konzept. Genau jene zuletzt genannten 50% – das Böseböse – hätte es meinen Augen jedoch überhaupt nicht gebraucht, da ich sie als plumpen Schrei nach Aufmerksamkeit empfand. Wobei des Pudels Kern, die gezeigten Teile, doch wunderbar und ganz allein für sich hätten sprechen können.

Frau Hoschek schickte die allesamt schwarz perrückten Models in herzigen Knotenblüschen, Tellerröcken, wunderschönen Tea Dresses, Geblümtem, Spitze, süßen Schürzenkleidern und vielem mehr an der versammelten Mode guckenden Meute vorbei. Und das, um der gewollten "Ahs" und "Ohs" halber, eben ab und an gefesselt, mit allerlei Nieten versehen und hier und da in einen verruchten Latex-Strumpf gestopft.

Letztendlich – ich weiß, ich weiß – will die Dame damit ja nur einen Anker werfen – für uns liebe Schreiberlinge nämlich. Erzählt's sich doch leichter, wenn man in etwa so einsteigen kann "Krass, die gefesselten Mannequins bei der Hoschek...". Und der Plan ging ja auch auf – überall wurde die Kollektions-Präsentation genauso wie gewollt sbesprochen – sogar ich erzähle euch hier trotz Trotz in epischer Breite von nichts anderem. Lasst mich am Ende also aus der auch bei mir erfolgreich zugeschnappten Falle aufrappeln mit einer Foto-Auswahl, die zeigt, dass ich mich insbesondere für die Modelle ohne den ganzen Sado-Maso-Klimbim begeistern konnte...

So.

Translation: The items I liked best at the MBFWB Lena Hoschek show where the ones shown without bondage and sadomasochistic bonds.

LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010
LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010
LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010
LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010
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LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010
LENA HOSCHEK BERLIN FASHION WEEK SS2011 July/07/2010
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Pictures via

Dotti's Outfits // 100714.


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Das rote, universell einsetzbare Schleifchen von LIS hat mir der Bub geschenkt. Neulich, bei Holly in Berlin, auf der Alten Schönhauser. Zwei Jahre lang lebte ich im selben Haus und traute mich dank Klingel an der Ladentür und studentischem Geldbeutel nie rein, ins Geschäftchen. Ein Fehler! Denn neben wunderbaren Fummeln kann man dort auch das eine oder andere Kreatiönchen des Frolleins von Sofa erstehen, das sogar hin und wieder selbst hinterm Tresen steht. Und das Interieur, meine Lieben, ist ebenfalls ganz mein Ding. Deshalb habe ich fleißig Fotos geknipst, die ich in Bälde zeigen werde. Vorab aber erst ein paar Bilder der feinen, gestern als Gürtel im Einsatz gewesenen Schleife und der Klamotte drumherum.

Translation: The inauguration of a piece very universal to my closet. It's a bow that can be used as belt or headband and which my boy has given to me at Holly in Berlin.

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Dress: Vintage.
Bag: Shemonster Vintage.
Flats: Topshop.
Belt: LIS Berlin.
Sunnies: Carrera.

Freitag, 9. Juli 2010

Dotti on tour // Meckernde, störrische Berliner.


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Zwischen Prenzlauer Berg und Wedding gibt es inzwischen das was ich in Berlin bislang immer vermisste: einen Hauch Landleben. Gleich hinter der letzten Reihe Altbauten in der Schwedter Straße grasen Pferde und bocken die Ziegen – auf der Jugendfarm Moritzhof. Ich traute meinen Augen kaum und musste das Idyll per Foto festhalten. Danke an Kompagnon Peter, der's mir zeigte.

Translation: There's a tiny farm in the middle of Berlin I didn't know about yet!


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Donnerstag, 3. Juni 2010

Hotel love // Goldener Westen.



Aus der Ferne sieht die Heimat manchmal ganz hübsch aus. Beispielsweise, wenn ich trotz 25 erlebter Jahre in Berlin auch dort noch Neuland entdecken kann – in Form von Hotels etwa. Mit denen beschäftigte ich mich zu Zeiten des festen Wohnsitzes, des eigenen Bettes und von mir selbst gedeckten Frühstückstisches natürlich eher selten.

Mit ein bisschen Abstand habe ich für die Herbergen der Heimat mehr Interesse denn je und bin gerade über eine mir bislang fremde, aber als Institution geltende Pension am Ku'damm gestolpert – das Hotel Funk. Gründerzeit und Jugendstil haben deutliche oder besser: die einzigen Spuren in der Bel-Etage und allen anderen hinterlassen. Stummfilmschauspielerin Asta Nielsen hauste 6 Jahre in diesem Haus und gab ihm eine Prise Weltruhm mit. An der Fasanenstraße gelegen, ist's mittendrin im ehemals goldenen Westen. Und ich habe für mich beschlossen, beim kommenden Heimatbesuch nicht Freunde und Familie im Osten der Stadt zu bemühen, sondern – wenigstens für eine Nacht – mal Touristin am Ku'damm zu sein.

Jetzt frage ich mich: Habt ihr in der Heimat auch schon mal das Fremdsein zelebriert? War das gut, das vertrauteste Fleckchen Erde mal ganz neu zu erleben?

Translation: I found a hotel in Berlin I like a lot. And I'm thiking about living there for a night or two when I'm going home to Berlin this summer.


















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