Kommense rin, könnense rauskieken. Oder anders: unsere Hütte, Teil drei. Willkommen.
Gegenstand dieses kleinen Rundgangs: der, zugegeben, recht üppig geratene, aber deswegen nicht auch automatisch ideal beleuchtete Flur. Bei Tageslicht an und für sich alles keine grosse Sache – nach Einbruch der Dunkelheit jedoch halbwegs gefährlich, denn so aufgeräumt und um Stolperfallen bereinigt geht's in den vier gemieteten Wänden natürlich nicht immer zu.
Hat aus gegebenem Anlass also vielleicht eine/r von euch einen buchstäblich einleuchtenden Tipp, wie die Lampen-Situation gepimpt werden kann? Bei einer Deckenhöhe, die für Menschen jenseit der 180 problematisch ist. Und nicht gerade generöser Steckdosenanzahl... ? Es danken mit Knicks: Dotti und ihr Bub
Willkommen zu Wohnungsführung, Teil zwei. Nach dem Ausflug ins Wohnzimmer geht es heute im Esszimmer weiter, was vor einem Jahr auch noch als Büro herhalten musste.
Diese Zeiten sind vorbei – hier wird inzwischen nicht mehr gewerkelt, sondern nur noch genossen. Und das nicht ausschliesslich auf essbarer Ebene. Denn auch eine ganze Ladung Wandschmuck hat sich inzwischen in das kleine Räumchen verirrt.
Translation: One year ago this room was our combined office and dining accomodation. Today it enjoys the purpose of being the dinner host. Exlusively.
Svenja und Sarah haben sowas von recht gehabt mit der Vermutung, dass dieses kleine Schnippselchen die höchst eigene Bude oder zumindest einen Teil davon anteasert.
Und das hat's damit auf sich: Sabrina, eine befreundete Fotografin, wollte unser Zuhause gerne mal ablichten. Was wäre dagegen einzuwenden gewesen? Abgesehen von der Putzorgie vorab? Ich sagte "Jajaja". Und hatte dabei auch ein paar Hintergedanken: vor einem Jahr gab es an dieser Stelle ja bereits erste Eindrücke unserer Schweizer Bauernhauszimmer und seitdem wollte ich bereits unzählige Male ein Update des inzwischen halbwegs eingerichteten Zustandes nachschieben.
Dem ist dank Sabrina jetzt endlich so. Peu à peu und Zimmer für Zimmer nehme ich euch nun also mit, auf eine kleine Führung. Bitte Schuhe abtreten, Köpfe einziehen und nachsichtig sein mit der einen oder anderen Wollmaus – die Hütte hat schließlich fast vierhundert Jahre auf dem Buckel.
Vor wenigen Augenblick landete dieses Foto von Sabrina Gruhne in meinem Maileingang und ich bin gespannt ob ihr wohl erratet, was es damit auf sich hat? Na, erste Tipps?
Ei, was für ein gemütliches Fleckchen die zwei Etsy-Händler Hindsvik aka Daniel und Valeria da haben. Das Knacken, Knarzen und Quietschen ihres Häuschens im Schnee ist doch genau das Richtige für einen kuscheligen Samstag Nachmittag, nicht wahr?
Mit bestem Dank an Caro übrigens, die mich's finden liess.
Während der letzten Wochen haben wir die Aufgaben unserer vielen Zimmerchen in einem Kraftakt neu ausgelost. Das Schlafzimmer wurde mehr oder weniger kurzerhand zum Büro, das Gästezimmer zum neuen Schlafzimmer, das Esszimmer darf Esszimmer bleiben und mein kombiniertes Lager-Home-Office ist jetzt Kleiderzimmer.
Dank der Neuordnung wurde so manches Mobiliar überflüssig und anderes wiederum nötig. Eine schnieke Schreibtischleuchte zum Beispiel fehlte noch. Aber fündig wurden wir recht schnell – und zwar während des weihnachtlichen Heimatbesuchs beim mittlerweile zum Liebling mutierten Trödler. Der verkaufte uns ein Kleinod aus den 60ern, das nicht nur Gedanken erhellt, sondern mit dem man sich dank des herrlich spiegelnden Chroms mit Grimassenschneiden bei Buchhaltung, Steuererklärung oder ähnlich Erquicklichem zum Glück immer wieder selbst aufmuntern kann...
Vorletzte Woche düsten der Bub und ich in einem 5-Stunden-Auto-Ferienanfang-Feierabend-Amok ins Nachbarland, um uns ein langes Wochenende lang das Hotel Theresia in Saalbach-Hinterglemm anzugucken, zu beschnuppern und ausgiebig all seine Vorzüge auszutesten. Im Gegenzug für ein schriftliches Urteil, das ich hier und heute sehr gerne abgebe. Gestartet wird mit ein bisschen Bewegtbild – ein kleiner Hotel-Rundgang durch Garten, Lobby, Bar, Wellnessbereich und, selbstredend, unser Zimmer.
Fein war bereits die Ankunft. Kurz vor Mitternacht und mit leerem Bauch checkten wir zwei ein und bekamen zur Begrüßung und Stärkung eine deftige kalte und vor allem frische Platte ganz nach unserem Abendbrot-Geschmack auf's Zimmer – dazu ein Bier. Herrlich!
Das Zimmer: alpin-rustikal, gemütlich und bunt. Vorne dran ein großer Balkon, auf dem sich das herrliche Rauschen des Baches und die Aussicht auf die Berge vor dem Hotel genießen ließ. Und, wenn die Sonne scheint, wahrscheinlich auch diese. Ein dicker Pluspunkt: die Gratis-Minibar – Wasser und Saft nach Lust und Laune, anstelle der sonst Hotel üblichen drei Euro fuffzig für ein läppsches Fläschlein Allerwelts-Wasser.
Die Tafel Bio-Fair-Trade-Schokolade und einen persönlichen Begrüßungsbrief der Hotelbesitzer gab's auch. Manierlich, finden wir!
Das Bad: frisch renoviert, clean und farbreduziert. Sauber, selbstredend. Und auch hier wartet etwas Praktisches: eine große Flechttasche transportiert während des Aufenthalts Bademäntel, Handtücher und weiteres Allerlei in den Wellnessbereich, an den Pool, auf den Berg – und zurück.
Am Samstag wurden wir mit Regen und einem Himmel in den schönsten Grautönen geweckt. Keine Eile also, hinaus zu kommen. Stattdessen haben wir ausgiebig das wirklich tolle, riesige so genannte Salzburger Bio-Frühstück ausgekostet, das nichts vermissen ließ. Frisch gepresster Orangensaft, Omelettes nach Wahl, eine ganze Batterie verschiedener Brotsorten, Süßes, Deftiges, Tees, Säfte, Obst, Salat, Quark, Joghurt – und das alles in Bio-Qualität (Hätte man übrigens auch alles ohne Aufpreis auf's Zimmer haben können), wie überhaupt fast die komplette Verpflegung vor Ort.
Nach dem Frühstück auf dem Zettel: Gegend erkunden. Und das ging auch herrlich bei Nässe, denn das schützende Equipment war im Gepäck. Und einen zusätzlichen Schirm fanden wir auf dem Zimmer vor.
Von Saalbach-Hinterglemm war ich, zugegebenermaßen, weniger begeistert. Ein typischer Im-Winter-Ski-Zirkus-im-Sommer-Rentner-Bus-Alarm-Ort mit etlichen Geschmacksverirrungen der architektonischen, kulinarischen wie unterhaltungsprogrammlichen Art. Die Umgebung jedoch ist hübsch. Gemäßigte Berge, satte Wiesen und Kühe wohin das Auge blickte. Hätte es nicht geregnet, wir hätten den kostenfreien Bike-Verleih des Theresias ausgenutzt, eine geführte Wanderung mit Hotel-Wander-Guide Sepp gemacht oder die s.g. gratis Joker Card getestet, um Natur und Co. etwas genauer zu inspizieren. Schade.
Das Bio-Mittags-Buffet haben wir aufgrund des Bewegungsdrangs verpasst und freuten uns dafür über eine 15-Uhr-Kaffee-Kuchen-Sause (tatsächlich alles im Aufenthaltspreis inklusive). Von vollkörnigem und so gut wie zuckerfreien Gebäck bis hin zu Torte, Bisqitrolle und Eis gab es für jeden etwas. Und das, da für den weiteren Nachmittag Wellnes geplant war, in disziplinierter Menge. Wer will schon mit Kugelbauch nackt durch die Saune rennen? Und noch wichtiger: wer will sich schon wie ein fettiger All-Inclusive-Urlauber fühlen?
Der Bub und ich, wir schwammen und schwitzten zuerst ein paar Runden, um später massiert bzw. verschönert zu werden. Resumeé: himmlisch.
Obwohl es delikat aussah und jedes Foto wert gewesen wäre: ich habe auf Fotos des Abendessens verzichtet. Gruselt es mich schließlich vor fast nichts mehr als den Pauschalurlaubern, die jeden Gang für die Daheimgebließen ablichten.
Am Samstag gab es ein leckers großzügiges Buffet (normalerweise auch nicht so ganz meins aufgrund der angegrabbschten Löffel und des Risikos, eine Fressorgie anzuzetteln) aus regionalen Spezialitäten, am Sonntag sollte uns ein Gala-Diner erwarten (wahlweise regional oder vollwert/vegetarisch). Beides fand ich sehr delikat, und das für mich als ehemalig Gründe-Kiste-Inhaberin wahrscheinlich nicht von ungefähr: Die Auszeichnung „Grüne Haube“, die das Theresia für seine gastronomische Versorgung erhalten hat, garantiert, dass die Produkte vorwiegend aus der biologischen Landwirtschaft der Region stammen. Daumen hoch dafür!
Ein Hotelabend mit gut befülltem Bauch ohne Absacker? Undenkbar! Der nette Barmann machte uns das mit den Drinks noch leichter, die Andy Warhol-Kuh mahnte glücklicherweise von der Wand. Und ein, zwei oder auch drei Kir Royals später ging es dann endlich in die Falle.
P.S. Das Sonntags-Programm verlief dank erneut grauem Himmel recht ähnlich.
Das Fazit. Kurz und gut: zweieinhalb wirklich leckere, ruhige, entspannende Tage. Danke dafür!
Ich bin schrecklich froh, dass ich kürzlich endlich einmal in echt auf meine virtuelle Freundin Anne treffen durfte. Und nachhaltig beeidruckt davon, wie farben- und musterfroh ihre Garderobe, wie umfangreich ihr Accessoire- und Schuhfundus ist. Einen kurzen Kleider- und Schuhschrank-Check nebst fotografischer Beweisführung für euch musste Anne mir deshalb einfach gewähren.
Des Frolleins Panik ob ihrer Meinung nach chaotischer Zustände in den eigenen vier Wänden erwies sich als kompletter Unfug: Ich fand's einfach nur liebenswert kunterbunt. Seht selbst.
Translation: I visited darling Frollein von Sofa a few weeks ago. And that's what her amazingly colourful place looks like.
Blusen mit Kreuzstick-Druck, Pailetten-Cardigan und Rüschen in rauen Mengen lassen jedes Mädchenherz höher schlagen.
Ohrringe, Anhänger und allerlei mehr Klimbim zum Zieren und in Verzückung geraten hortet Anne in einem eigens dafür reservierten Schränkchen.
Das Erdbeer-Kirsch-Himbeer-für-unterwegs-Jäckchen, war, wenn ich mich recht erinnere, nur ein Teil eines Zweiteilers, für den ich einiges geben würde.
All ihre schmucken Frollein von Sofa-Kreationen versteckt Anne bis zum Verschicken an die neuen Besitzerinnen nicht in düsteren Kartons. Sie dürfen bis zum endgültigen Adé mit Anne um die Wette glitzern und glänzen.
Ein Schuhkarton aus längst vergangen Zeiten, der zeigt, wie Frau sich das mit den Männern und den Schuhen idealerweise vorstellt.
Needlepoint-Täschchen, Polka Dots und Herzen – Frollein, wie verstehen uns.
Der treue Woody.
Annes selbst designte und in Serie produzierte "Maus-jagt-Käse-Pumps".
Translation:Once again my boy and me went to Schatzalp in Davos for a weekend. To follow us through those two days, please use the Google translator.
Am Samstag, von Sonnenstrahlen geweckt, gab es erst ein deftiges Frühstück und Minuten später schon ehrgeizige Wanderziele.
Die Route: erst ein paar hundert Höhenmeter hoch hinaus auf den Strelapass, rasten und dann, aufauf, weiter, entlang einer Panoramastrecke in Richtung Parsenn. Ein paar Stunden später ging's schließlich erschöpft, aber glücklich und mit von der Sonne gegerbten Nacken zurück.
Entzückende Kühe, die miteinander schmusten. Dieses Bild zeigt leider nur den Moment zwischen den Kuscheleinheiten.
Es war auch auf fast 2500 Metern so heiß, dass ich mich am liebsten in den Schnee gelegt hätte.
Halbzeit, Strelapass. Die Rivella ist verdient!
Ausblick auf das hässchliche Davos und den hübschen Davoser See.
Enzian!
Die Parsennbahn hätte uns Muskelkater frei zurück gebracht. Wir bemühten aber lieber die Oberschenkel, Schienbeine und Popomuskeln beim Bergabmarsch. Die Quittung bekomme ich in diesem Augenblick...
Eine Ladung schreckliche deutsche Rentner in khakifarbener Renter-Uniform wurde gerade von der Schatzalpbahn ausgespuckt, als wir ins Hotel zurückkehrten.
15.30 Uhr. Duschen. Und vorfreudig ab in die Punkt-Klamotte.
Anstelle im Radio, wie am letzten Sonntag, verfolgten wir das Deutschland-Spiel im ehemaligen Röntgenraum der Schatzalp. Die Rentner waren auch da. Ob sie wohl eigentlich auf die Arztvisite gewartet haben?
Gewonnen! Glücklich. Hungrig.
Ein Abendbrot mit Aussicht. Auf Berge. Und ein Meer aus silbernen Haaren.
An der Bar neigte sich der Samstag seinem Ende entgegen. Und mein altes Lebensjahr auch.